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In Gottes Namen
von: David Ellis
Heyne, 2009
Format: ePUB, PDF, OL
geeignet für:
Mac OSX, Windows PC, Mac OSX, Windows PC, Mac OSX, Windows PC , Bookeen Cybook Orizon, Ectaco Lite, Odys Media Book Scala, Aluratek Libre, eLyricon EBX-500.TFT, PocketBook 302, IREX Digital Reader, FlatReader, BeBook 'One', iRiver Story, Sony Reader PRS-3xx, Bookeen CyBook Opus, Hanvon/Hexaglot N518, PocketBook 301+, COOL-ER eReader, Inves-Book 600, eLyricon EBX-600.E-Ink, Bookeen CyBook Gen3 ab Rev: 1.9, Italica Reader, Sony Reader PRS-505, -6xx, -7xx, Pocketbook 360, Hanvon N516 Weltbild , Online-Lesen für: Linux, Mac OSX, Windows PC
Leseprobe zu: In Gottes Namen
24. Kapitel (S. 174-175)
Der Besprechungsraum des Reviers im Dritten Bezirk ist bis auf den letzten Platz vollgestopft mit Detectives und uniformierten Beamten. Vorne am Pult stehen die beiden Detectives Ricki Stoletti und Mike McDermott. Es ist neun Uhr morgens. Alle sind hellwach, der Energiepegel im Raum ist hoch. Die Anwesenden studieren das vor ihnen liegende Blatt, eine am Rand durchnummerierte Version der zweiten Strophe von Tyler Skyes Song »Someone«.
1. An ice pick a nice trick praying that he dies quick
2. A switchblade oughta be great for lobotomy insane a call to me
3. Precision blade incisions made a closer shave a bloody spray
4. Trim-Meter chain saw cheerleader’s brain’s all paint on the stained wall
5. Machete in the head he isn’t ready to be dead I can’t explain why I’m in pain, why I’m unable to refrain from getting somebody’s brain
6. Ditchin’ life kitchen knife no more itch and no more strife no more hate I passed the test And on seventh day I rest
Ricki Stoletti ergreift das Wort. »Die erste Zeile – ein Eispickel, ein netter Trick, er fleht darum, dass er schnell stirbt. Das ist Ciancio. Ein Schnappmesser, denn nichts ist besser für eine Lobotomie. Das ist Evelyn Pendry.« »Als Nächstes kommt also das Rasiermesser an die Reihe«, bemerkt jemand hinten im Raum.
Ein weiterer Beamter am Konferenztisch wirft ein: »Da müssen wir ja nur noch ermitteln, wer in den letzten zehn Jahren ein Rasiermesser gekauft hat.« Er erntet ein paar Lacher, trotzdem lässt die Spannung im Raum nicht nach, besonders nicht bei McDermott. Ein weiterer Polizist hebt die Hand und nickt in meine Richtung. »Hier steht: Und ruhe am siebten Tag.«
Ich nicke. »Der sechste Mord ist ein Selbstmord. Er tötet sich selbst. Keine Schmerzen mehr. Keine Sorgen. Kein Hass.
Er hat es hinter sich. Am sechsten Tag tötet er sich selbst mit einem Küchenmesser. Am siebten Tag ruht er sich aus. Offensichtlich vergleicht er seine Taten mit denen Gottes bei der Erschaffung der Welt.« Eine Frau in den hinteren Reihen meldet sich. »Also wird uns der Täter einen Gefallen tun und sich selbst aus dem Verkehr ziehen?« »Burgos hat das nicht getan.« Ich zucke mit den Achseln. »Auch in der ersten Strophe wird am Ende ein Selbstmord gefordert, aber er hat sich nicht daran gehalten.« »Und deshalb haben Sie ihn trotz seines Antrags auf Schuldunfähigkeit drangekriegt«, wirft ein älterer Beamter ein. »Weil er den Text nicht buchstabengetreu umgesetzt hat.«
Zehn Punkte für den Veteranen aus dem Hintergrund. »Und wenn er mit diesem Song durch ist«, witzelt ein hünenhafter Cop an der Wand, »dann macht er vielleicht mit diesem alten Randy-Newmann-Song weiter und fängt an, ›Short People‹ um die Ecke zu bringen.« »Ja, vermutlich«, knurrt McDermott. »Wirklich verdammt komisch.« Der kleine Heiterkeitsausbruch im Raum verebbt augenblicklich. Wenn McDermott das Wort ergreift, lauschen alle aufmerksam. McDermott blinzelt in den Raum. »Fangen wir mit dem an, was wir wissen. Fakt ist, dass der Täter einen absolut spurenfreien Tatort hinterlässt. Zwei Morde, aber keine Fingerabdrücke oder sonstigen Indizien.









