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Max Weber und die Krise der Wissenschaft. Eine Debatte in Weimar

Max Weber und die Krise der Wissenschaft. Eine Debatte in Weimar

von: Richard Pohle

Vandenhoeck & Ruprecht, 2009

Format: PDF, PDB, OL

geeignet für:

Mac OSX, Windows PC , Palm eReader Online-Lesen für: Linux, Mac OSX, Windows PC

Preis: 16,00 Euro

(Ersparnis gegenüber gedruckter Ausgabe: 3,90 Euro)

ISBN: 9783525358221
Download: 577 KB
162 Seiten

Mehr zum Inhalt

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Kurzinformation

Rhetorisch brillant und viel diskutiert - Max Webers Vortrag über »Wissenschaft als Beruf«

Richard Pohle untersucht Max Webers Vortrag über »Wissenschaft als Beruf« (1917) und die heftigen Reaktionen, die er in der Weimarer Republik auslöste.

Max Webers Rede über »Wissenschaft als Beruf«, die er 1917 vor Studenten in München hielt, gehört zu den herausragenden Vorträgen des 20. Jahrhunderts. Mit seinem Plädoyer für die notwendige Selbstbeschränkung im Dienst der Wissenschaft sowie für »intellektuelle Rechtschaffenheit« lieferte er nicht nur ein rhetorisch glänzendes Beispiel der Selbstbesinnung, sondern zerstörte damit auch alle in ihn gesetzten Hoffnungen auf Führung und Weltanschauung.

Nach seiner Veröffentlichung 1919 löste dieser Vortrag heftige Reaktionen aus und wurde zum Mittelpunkt einer regen, viel beachteten Debatte über Krise und Beruf der Wissenschaft, die sich im Kreis um Stefan George entzündete und dann auf weite Teile der Kultur- und Geisteswissenschaften übergriff. Die Debatte bündelte die Krisenerfahrungen der 20er und 30er Jahre und das diffuse Unbehagen an der Wissenschaft wie der Moderne.

Warum geriet Webers Vortrag in den Fokus dieser Auseinandersetzung? Welche Kritiken und Antikritiken löste dieser aus? Richard Pohle beantwortet diese Fragen, zeichnet die zeitgenössische Debatte nach und macht dabei deutlich, warum sie ein hervorragendes Zeugnis des Ringens um die kulturelle Moderne ist.

Inhalt

1. Einleitung

2. Der Ausgangspunkt der Debatte: »Wissenschaft als Beruf«
a.) Der Vortrag
b.) Max Weber über »Wissenschaft als Beruf«
c.) Wissenschaft und Persönlichkeit

3. Die Debatte im George-Kreis
a.) Wissenschaft im Georgekreis
b.) Ernst Robert Curtius: Die erste Rezension
c.) Erich von Kahler und »Der Beruf der Wissenschaft«
d.) Arthur Salz: Für und wider die Wissenschaft
e.) Edgar Salin: Weltbilder statt Buchstabenkritik

4. Revolution der Wissenschaft und »konservative Revolution«
a.) Ernst Kriecks »radikalkonservative« Revolution der Wissenschaft
b.) Albert Dietrich: Täuschungen und Enttäuschungen der Wissenschaft

5. Die Antwort der »alten« Wissenschaft
a.) Ernst Troeltsch und das Panorama der geistigen Revolution
b.) Aus dem Zentrum der Kritik - die Antwort der Neukantianer
c.) Max Scheler und Webers »Ausschaltung der Philosophie«
d.) Wissenschaft und Bildung - die Vermittlungsversuche der geisteswissenschaftlichen Pädagogik

6. Epilog einer Debatte - Die »kämpfende Wissenschaft«

7. Fazit
Anmerkungen
Literatur
Biographischer Anhang

Richard Pohle ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur für Neuere und Neueste Geschichte der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.