ebook Reader
ebook Reader
leiste_l
leiste_r

 

Vergeben und Vergessen? Pardonner et oublier? - Vergangenheitsdiskurse nach Besatzung, Bürgerkrieg und Revolution / Les discours sur le pass aprs l'occupation, la guerre civile et la rvolution (Pariser Historische Studien, Band 94)

Vergeben und Vergessen? Pardonner et oublier? - Vergangenheitsdiskurse nach Besatzung, Bürgerkrieg und Revolution / Les discours sur le pass aprs l'occupation, la guerre civile et la rvolution (Pariser Historische Studien, Band 94)

von: Reiner Marcowitz, Werner Paravicini (Hrsg.)

Oldenbourg Wissenschaftsverlag GmbH, 2009

Format: PDF, PDB, OL

geeignet für:

Mac OSX, Windows PC , Palm eReader Online-Lesen für: Linux, Mac OSX, Windows PC

Preis: 21,80 Euro

(Ersparnis gegenüber gedruckter Ausgabe: 3,00 Euro)

ISBN: 9783486591354
Download: 2193 KB
189 Seiten

Mehr zum Inhalt

mehrinhalt_r

 

Kurzinformation

Besatzung, Bürgerkrieg und Revolution sind Ereignisse, die Gesellschaften besonders nachhaltig mental, politisch und sozial spalten. Dementsprechend schwierig ist auch ihre Verarbeitung. Aus der Fülle der relevanten Aspekte wird hier jener des Vergangenheitsdiskurses untersucht: Gilt das antike Gebot des Verschweigens und Vergebens oder wurde von der Vergangenheit gesprochen? Gibt es dabei bezeichnende Unterschiede zwischen unterschiedlichen Gruppen der Gesellschaft? Inwiefern trägt die Art dieser Auseinandersetzung, also die spezifische Erinnerungskultur, zur inneren Aussöhnung oder aber zur andauernden Spaltung der Gesellschaft bei? Schließlich wird die kurzfristige Vergegenwärtigung des Vergangenen von jener mit größerem historischen Abstand zu den Ereignissen unterschieden und damit die Beharrung oder der Wandel unterschiedlicher Erinnerungskulturen analysiert. Die Fallbeispiele stammen aus verschiedenen historischen Epochen vom ausgehenden 15. Jahrhundert bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts, sie berücksichtigen neben West- und Mitteleuropa auch den östlichen Teil des Kontinents und verdeutlichen damit die räumlich-zeitlich-kulturelle Kontextabhängigkeit von Vergangenheitsdiskursen. Dabei erweist sich, dass Vergeben und Vergessen spätestens seit 1789 nicht mehr funktionieren: In modernen pluralistischeren Gesellschaften lässt sich Erinnerung allenfalls noch vorübergehend steuern. Letztlich bleibt die ebenso schwierige wie belastende und nie gänzlich befriedigende Gratwanderung zwischen notwendigem Erinnern und legitimem Vergessen unvermeidlich. Mit deutschen und französischen Beiträgen von átienne Franáois, Claude Gauvard, Claire Gantet, Olivier Christin, Bernard Cottret, Reiner Marcowitz, Volker Sellin, Marc Olivier Baruch, Walther L. Bernecker, Alfred Grosser