Kurzinformation
Gut ein Jahr nach Inkrafttreten des FamFG sind die neuen Regeln in der Praxis angekommen. Das Fazit fällt unterschiedlich aus, aber in einem Punkt sind sich die familienrechtlich orientierten Juristen einig: Die anwaltliche Verfahrensführung im Familienrecht hat sich grundlegend geändert und die taktische Vorgehensweise musste in vielen Bereichen komplett umgestellt und an die neuen Vorschriften angepasst werden. So gibt es neue Zuständigkeiten und neue Auskunftsmöglichkeiten. Dabei haben sich schon früh „Brandherde“ herausgebildet, die der Gesetzgeber nicht erwartet hat, die die Anwendung des neuen Gesetzes in der täglichen Praxis aber erheblich beeinflussen und erschweren.
So wird beispielsweise diskutiert, ob
• Verfahrenskostenhilfe für ein Hauptsacheverfahren gewährt werden kann, wenn Rechtsschutz auch mittels einer einstweiligen Anordnung erreicht werden kann,
• ein negativer Feststellungsantrag gegen eine einstweilige Unterhaltsanordnung möglich ist,
• eine Folgesache isoliert abgewickelt werden kann oder als unzulässig abgewiesen werden muss, wenn sie nicht fristgerecht im Verbund eingereicht worden ist und
• eine analoge Anwendung des § 241 FamFG zulässig ist.
Genau hier setzt die zweite, überarbeitete Auflage an. Das neue Verfahrensrecht, insbesondere die bisher aufgekommenen Problemfelder werden, selbstverständlich unter Berücksichtigung der bisher ergangenen Rechtsprechung und der aktuellen Literatur, aufgearbeitet. Der Leser erhält eine systematische Darstellung effektiver Verfahrensführung in Familiensachen, durch den einleitenden Punkt „Das Wichtigste in Kürze“ vor den einzelnen Kapiteln wird ein schneller Überblick ermöglicht. Zahlreiche Hinweise, Praxistipps, Beispiele und Musterformulierungen runden das Werk ab. Die mitgelieferte CD-ROM ermöglicht das sofortige Ausfüllen, Abspeichern und Ausdrucken der enthaltenen Muster.