Kurzinformation
Ob Projektaufwandsschätzung, Projektcontrolling oder Outsourcing von Softwareentwicklung - immer wieder stellt sich die Frage: Wie groß ist eigentlich das gelieferte Produkt? Function Points sind ein Maß für die funktionale Größe von Anwendungssystemen. Was ein Function Point genau ist, ist in einem internationalen Standard (IFPUG 4.2) festgelegt.
Bei der Neu- und Weiterentwicklung von Software kommt es für viele Software-Unternehmen nicht nur darauf an, ein qualitativ hochwertiges Anwendungssystem zu erstellen, sondern auch die Entwicklungsdauer wie die Entwicklungskosten marktakzeptabel einzuhalten bzw. zu optimieren.
Mit Hilfe der Function-Point-Analyse (FPA) kann schon zu einem frühen Zeitpunkt der Entwicklung der Umfang der zu erstellenden Anwendung geschätzt werden, was das Unternehmen in die Lage versetzt, frühzeitig Fertigstellungstermin und Kosten angeben zu können. Darüber hinaus eignet sich die FPA auch als objektive Maßzahl für Benchmarking innerhalb des Unternehmens wie auch auf nationaler oder internationaler Ebene.
Nach einer Einführung in die Function-Point-Analyse beschreiben die Autoren das konkrete Vorgehen bei der FPA (u.a. Zählarten wie Basiszählung, Releasezählung, Elementarprozess, Umgang mit Datenbeständen, Komplexitätsregeln, Einflussfaktoren) anhand eines Beispiels. Dabei werden Tipps für die Zählpraxis gegeben und Vorgehensalternativen aufgezeigt. Die Dokumentation einer Zählung wird beschrieben sowie im Detail auf die Aufwandsschätzung mit Function Points eingegangen. Zuletzt werden Alternativen zur Function-Point-Analyse aufgezeigt.
Über den Autor
Dr. Benjamin Poensgen ist Geschäftsführer und leitender Berater der QuantiMetrics GmbH, Wiesbaden. Er ist von der IFPUG (International Function Point Users Group) zertifizierter Function-Point-Specialist (CFPS 4.x).
Bertram G. Bock ist Managing Consultant bei der QuantiMetrics GmbH.