Kurzinformation
Die zentrale Aussage dieser Arbeit ist, daß wir Modelle - das können die Verhaltensweisen anderer Menschen ebenso wie der Inhalt von Büchern sein - v.a. dann zurückweisen und uns von ihnen distanzieren, wenn sie dem Vergleich mit unseren “inneren Standards” nicht standhalten. “Innere Standards” sind in ihrer abstraktesten Form Werthaltungen, in spezifischer Form sind sie die Einstellung zu bestimmten Objekten.Im ersten Teil erklärt der Autor, was genau eigentlich Modelle nach heutigem Stand der psychologisch-wissenschaftlichen Forschung bewirken können, betrachtet also die Phänomene der Modellierung. Er legt dar, daß die “Modellreaktanz”, also das Sich-Abgrenzen von einemModell dabei bislang nur ganz am Rande behandelt wurde.Im zweiten Teil wird ein “Modell der Modellreaktanz” vorgestellt, in das die bisherigen Forschungen zu den Modellierungsphänomenen und der Reaktanz gegen Modelle einfließen und dem der o.g. Gedanke eines Abgleichs zwischen inneren Standards und dem, “was das Modell beinhaltet”, zugrunde liegt. Dieses Modell wurde einer empirischen Prüfung unterzogen, worüber ebenfalls berichtet wird.