Kurzinformation
In der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen gelten Entspannungsverfahren als anerkannte und sinnvolle Methode -- keine Frage. Wie Entspannung die Sprachtherapie mit polternden Kindern unterstützend begleiten kann, das zeigt Susanne Schönmackers in dem vorliegenden Buch.
Der Leser erfährt im ersten Teil wichtige Grundprinzipien von Entspannungverfahren, erhält Hinweise, wann Entspannungsverfahren angewendet werden dürfen und worauf ein Übungsleiter achten muss. Im zweiten Teil wird das Phänomen des Polterns beleuchtet. Was genau verbirgt sich hinter diesem ""Waisenkind"" in der Familie der Sprach- und Sprechstörungen? Wie wird Poltern diagnostiziert und welche Auswirkungen hat die Redeflussstörung? Im dritten und vierten Teil stellt Schönmackers einen ganzheitlichen Ansatz der Therapie vor, in dem Entspannungsverfahren eine zentrale Rolle spielen. Sie zeigt, wie Entspannungsverfahren unterschiedliche Therapieziele unterstützen können, wie zum Beispiel bei der Reduzierung der Sprechunflüssigkeiten, bei der Verbesserung der Konzentrations- und Aufmerksamkeitsfähigkeit und bei der Verminderung von Stress, Ängsten und Aggressionen. Eine wichtige Grundlagenarbeit mit zahlreichen praktischen Bezügen für die Logopädie und Sprachheilarbeit.
Inhalt
Entspannung: Was ist Entspannung? Physiologische und psychologische Hintergründe. Grundprinzipien, Anwendungsbereiche und Klassifikation der Verfahren. Indikation und Kontraindikation des Autogenen Trainings bei Kindern. Was bei der Durchführung von Entspannungsverfahren mit Kindern wichtig ist: Freiwilligkeit, der richtige Zeitpunkt, Kompetenz des Übungsleiters. Begegnung von Störungen
Poltern - das "Waisenkind" in der Familie der Sprach- und Sprechstörungen? Begriffsbestimmung. Formen, Vorkommen und Häufigkeit, Ätiologie des Polterns. Betrachtung der sprachlichen Symptome wie verlangsamte Sprachentwicklung, linguistische Aspekte, Aspekte der Redegestaltung. Betrachtung der nicht-sprachlichen Symptome wie Konzentrations-, Aufmerksamkeits- und Merkfähigkeit, Motorik, Stress, Denk-Sprech-Ablauf. Diagnostisches Vorgehen
Entspannungsverfahren als Möglichkeit in der Therapie mit polternden Kindern: Therapieziele wie Motivationsaufbau, Verlangsamung des Sprechtempos, Berichtigung der sprachlichen Auffälligkeiten, Verbesserung der schriftsprachlichen Auffälligkeiten, Reduzierung der Sprechunflüssigkeiten, Ordnung des Denk- und Sprechprozesses, Verbesserung der Konzentrations-, Merk- und Aufmerksamkeitsfähigkeit, Bewegungsschulung, Verminderung von Stress, Ängsten und Aggressionen. Lernförderung. Kompetenz des Therapeuten. Interdisziplinarität. Gruppentherapie
"Entspannungsverfahren in der Therapie mit polternden Kindern": Erfahrungen in der logopädischen Praxis
Die Autorin
Susanne Schönmackers, Jg. 1975, Staatsexamen der Sonderpädagogik mit den Schwerpunkten Sprach- und Lernbehindertenpädagogik, derzeit Diplom-Studiengang Heilpädagogik, Universität zu Köln