Kurzinformation
Die Bestimmung von Autoantikörpern ist ein wesentlicher Bestandteil in der Diagnostik von Autoimmunerkrankungen geworden. Durch die teilweise unterschiedlichen Ansichten zur Relevanz einzelner Autoantikörper, die ständige Verbesserung bestehender und die Einführung neuer Methoden des Autoantikörper-Nachweises sowie die Entdeckung neuer klinisch relevanter Autoantikörper ist es für den praktizierenden Arzt häufig schwer überschaubar, welche Autoantikörper bei welcher Symptomatik zu bestimmen sind. Andererseits kann die Bestimmung von Autoantikörpern eine wertvolle Hilfe in der frühzeitigen Diagnostik, in der Differentialdiagnostik, in der Beurteilung von Organmanifestationen sowie zum Monitoring der Krankheitsaktivität von Autoimmunerkrankungen sein und somit wesentlich zur Reduzierung der Kosten im Gesundheitswesen beitragen.
Dieses Buch ist daher als Nachschlagewerk für alle Ärzte gedacht (unabhängig, ob im Krankenhaus oder niedergelassen), welche in ihrer Tätigkeit mit systemischen Autoimmunerkrankungen konfrontiert werden. Dies betrifft nahezu alle Fachrichtungen, von den Haus- und Allgemeinärzten, welche in der Regel als Erste Patienten mit Frühformen verschiedener Autoimmunerkrankungen zu sehen bekommen, bis zu den Spezialisten der Inneren Medizin (v.a. Rheumatologen), der Pädiatrie, der Dermatologie, der Neurologie und anderer Disziplinen. Da eine Standardisierung der Autoantikörper-Bestimmungen vergleichbar der von klinisch-chemischen Parametern nur schwer erreichbar ist, erfordert eine optimale Diagnostik eine engere Kooperation von handelndem Arzt, untersuchendem Labor und Hersteller der Autoantikörpernachweis-Assays.
Diese Notwendigkeit einer interdiziplinären Kooperation spiegelt sich auch in der Autorenschaft dieses Buches wider, so dass hier Erfahrungen aus der Sicht eines Klinikers, eines Immunologen und eines Herstellers von Immundiagnostika einfließen konnten.